Kurzchronik

Die meisten Daten entstammen der Chronik der Stadt Schärding von Joh. Ev. Lamprecht.

Texte und Geschichten im Zusammenhang mit der FSG Schärding:

Brand 1724

Oberschützenmeister

  • Franz Weber (Brauereibesitzer)
  • Max Hirschenauer (einer der besten Schützen Mitteleuropas)
  • Otto Ebenhecht (Gründer der Kneippkuranstalt)
  • Kommerzienrat Anton Pfliegl
  • Franz Johann Paul Bischer
  • Sebastian Linner
  • Adolf Hellmann (Dentist)
  • Heinrich Forstinger (Gastwirt)
  • Josef Koidl (Uhrengroßhändler)
  • Franz Hirnsperger (Gendarmeriebeamter)
  • Anton Kukra (Installateurmeister)
  • Heinz Gruber
  • Stefan Eichberger
  • Josef Schönbauer

Bürgerliche Stadthauptleute

  • Franz Salzinger
  • Franz Zellner
  • Anton Wieninger
  • Johannes Matthias Zellner
  • Franz Johann Paul Bischer
  • Franz Keckh
  • Andreas Lebel
  • Johann Jebinger
  • Wolf Schlipfenbacher

1848

trat auch in Schärding die Wehrhaftmachung der Bürger ein.
Franz Salzinger (vormaligen k.k. Offizier) bildete eine Nationalgarde bestehend aus 150 Mann aus.
Am 21. Oktober 1848 wurde das Weihfest für die von der Fahnenmutter Crescentia Wernspacher gespendeten Fahne, unter der Teilnahme von mehreren Garden gefeiert.
Im Heimatmuseum befindet sich eine Fahne der Feuerschützen-Gesellschaft aus dem Jahre 1848.

1810 - 1816

Während der bayerischen Regierungsperiode von 1810 – 1816 mussten auf königlichen Befehl in Städten und größeren Märkten Nationalgarden gebildet werden.
Auch in Schärding bildete sich eine Füseller-Companie unter dem Kommando des Bierbrauers Anton Wieninger, welche sämtliche Waffen- und Wachdienste zu versehen hatte.

1724

wurde die Stadt von einem großen Brandunglück getroffen.
Bei der feierlichen Prozession dieses Tages flog beim Abfeuern der üblichen Salve eine Patrone durch das offene Dachbodenfenster des damaligen Jammerbausche Handlungshaus (Nr.61) und entzündete den darin lagernden Pulvervorrat.

1712

ließ der Kurfürst von Bayern die Steuern erhöhen und die sogenannten Landfahnen aufstellen.
Die Landfahne wurde aus den besten jungen Leuten (17 – 32 Jahre) gebildet.

1705

wurde Christian Zwigler zum Kommandanten der Stadt Schärding bestellt.
Vorher war der kaiserliche Kommandant ein Mann Namens Bittner.

1661

wurde das Zielschießen, “durch welches neben einer Rekreation nicht allein die Zeit ehrlich zugebracht, sondern auch vom Trunk und anderen schädlichen Dingen abgehalten wird“ , den Bürgern und Beamten empfohlen.

1654

machten die kurfürstlichen Kriegsräte den Vorschlag die Landfahnen wieder herzustellen.
Die kurfürstliche Hofkammer gab dagegen ein Jahr später die Erklärung ab, dass die Wiederaufrichtung der Landfahnen nicht rätlich sei, doch möge man verfügen, dass das Zielschießen in den Städten und Märkten wieder in Aufnahme komme und die Bürger mit dem Gewehr abgerichtet werden.

1620

spendete der Stadtbürgermeister Peter Jebinger in die Lade der Schützen- und Schützengesellen 100 Gulden.
Außerdem wurden auch alljährlich von der Stadtkammer 10 Gulden als Hosengeld für den Schützenmeister ausgeworfen.

Ab 1616

musste außer der regulären Miliz der Heerbann armiert werden.
Hierzu gehörten alle waffenfähigen Bürger aus Städten und Märkten welche an Sonn- und Feiertagen in den Waffen geübt wurden.
Gleiches geschah auch in Schärding.

1555

veranstaltete die Bürgerschaft von Passau zu Ehren Ihres geliebten Landesherren und Fürstbischof Graf von Salm das erste große Scheibenschießen mit Kugelbüchsen.
Es erschienen insgesamt 200 Schützen unter diesen waren auch Schärdinger vertreten, welche einige Preise erzielten.

1536

entstanden die Bürgerrechtstaxen, wo jeder neu aufgenommene Bürger eine gewisse Taxe an die Stadtkammer erlegen musste und sofern er waffenfähig war sich der vom Herzog errichteten Bürgermiliz einverleiben lassen.
Man wurde nur gegen Vorzeigung der nötigen Armatur und Montur vor dem Stadthauptmann als Bürger immatrikuliert.
Ebenfalls fand in Regensburg ein großes Scheibenpreisschießen statt, bei dem mehrere Schärdinger Bürger als Preisträger genannt wurden.

1504

Unter Herzog Max I. mussten alle waffenfähigen Bürger in den Waffen üben, ja selbst marsch- und schlagfertig halten; denn sie sollten nicht nur die Stadt verteidigen, sondern notfalls eine den Heerbann unterstützende und ergänzende Reserve-Miliz bilden.
Die Schärdinger bildeten eine eigene Truppenabteilung mit eigenen Landfahnen unter dem Befehl des Stadthauptmannes.

1479

wird Heinrich Feldner als herzoglicher Büchsenmacher zu Schärding genannt. 
Der Büchsenmacher war in damaliger Zeit was jetzt der Artillerieleiter in unseren Kasernen ist.

Vor 1472

bestand in Schärding bereits die Feuerschützen-Gesellschaft.
Es war die Pflicht eines jeden wehrhaften Bürgers, Mitglied der Feuerschützen Gesellschaft zu sein.
Damals war das sogenannte Stachelschießen (Armbrustschießen) üblich.